Berufsorientierung

  • Die Berufsorientierung beginnt in der 7. Klasse. Alle Klassen nehmen am Projekt „Komm auf Tour“ teil. Dort erfahren die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Stärken und erhalten einen Eindruck, welche Berufe für sie mit ihren Fähigkeiten in Frage kommen.
  • Wir stehen in engem Kontakt mit unserer Berufseinstiegsbegleiterin. Bei regelmäßigen Treffen empfehlen wir ihr Schüler und Schülerinnen, die individuell ab der 9. Klasse für zwei Jahre beraten werden könnten.
  • Wir kooperieren seit einigen Jahren mit verschiedenen Ausbildungsbetrieben. Wir beraten Schüler und Schülerinnen und begleiten sie zu diesen Einrichtungen und stellen den Kontakt zu den Ausbilderinnen und Ausbildern her.
  • Wir befragen gegen Ende der 10. Klasse alle Schüler und Schülerinnen nach ihren Zukunftsvorstellungen und klären im Gespräch, ob noch Unterstützungsbedarf besteht.
  • Wir unterstützen im Einzelfall bei der Suche nach Ausbildungsplätzen, helfen beim Verfassen von Bewerbungsanschreiben und Lebensläufen und üben Bewerbungsgespräche.

Wir gratulieren der Paul-Löbe-Schule in Reinickendorf-Ost zum 2. Platz im Wettbewerb STARKE SCHULE! 

Am 07.03.2017 fand die Preisverleihung zum Schulwettbewerb „Starke Schule“ statt. Der Preis wird unterstützt von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutschen Bank-Stiftung. 

Die Paul-Löbe-Schule hat sich neben 17 weiteren Berliner Schulen um den Preis beworben, da sie über viele Jahre gezielt und auch sehr erfolgreich ihre Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben vorbereitet. Dies funktioniert über ein sehr gut ausgebautes Netzwerk zu Betrieben, OSZ, weiterbildenden Schulen und das große Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, unterstützt durch die an der Schule in allen Klassen arbeitende Schulsozialarbeit. 

Die Paul-Löbe-Schule belegte bei diesem Wettbewerb einen sehr guten 2. Platz und darf nun stolz den Titel „Starke Schule“ tragen.

Kerstin Miemel (Aufwind-Schulsozialarbeiterin in der Paul-Löbe-Schule): Mit welchen Erwartungen sind Sie zur Preisverleihung nach Lichtenberg gefahren?

Frau Rimpau (Schulleiterin der Paul-Löbe-Schule):
Ich war positiv gestimmt, dass wir einen der ersten drei Plätze erreicht haben, da wir bereits eine Einladung zur bundesweiten Verleihung erhalten haben. Dazu werden die ersten drei Schulen jedes Bundeslandes eingeladen. Ich bin stolz, dass unsere Schule so weit gekommen ist, und der zweite Platz ist ein Lohn für jahrelange gute und erfolgreiche Arbeit. Nun wünsche ich mir, dass sich dieser Stolz auf alle Lehrer*innen und Schüler*innen überträgt und wir in den nächsten Jahren genauso erfolgreich weiter arbeiten werden.

Jenny, Miriam und Patrick (Schüler der Paul-Löbe-Schule): Wir haben erwartet, dass wir den ersten Platz belegen und dass wir bei der Preisverleihung auf mehr Schulen treffen werden. Auch den Ablauf der Preisverleihung haben wir uns anders vorgestellt. Wir dachten, dass wir erst unsere Schule vorstellen und unser Programm vortragen und danach die Preise vergeben werden. 

Frau Komoll (Lehrerin der Paul-Löbe-Schule): Ich war gespannt, vor allem darauf, wie die anderen Schulen sich präsentieren würden. Außerdem hoffte ich, dass wir eine gute Vorstellung abliefern, denn wir waren sehr gut vorbereitet.

Kerstin Miemel: Was macht die Paul-Löbe-Schule zu einer „Starken Schule“?

Frau Rimpau: Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige Perspektiven nach dem Abschluss der Schule. Bereits in der 7. Klasse beginnen wir mit der Berufsorientierung und setzten dies mit Veranstaltungen und Praktika in den folgenden Jahrgängen fort. Ich sehe diese Auszeichnung auch als große Anerkennung und Würdigung der Arbeit für die Lehrerinnen und Lehrer an unserer Schule. Sie haben über viele Jahre genau das entwickelt und umgesetzt, für das wir jetzt ausgezeichnet wurden: das Heranführen unserer Schülerinnen und Schüler an eine perspektivreiche Zukunft nach dem Beendigen der Schulzeit.

Jenny, Miriam und Patrick: Der Zusammenhalt zwischen allen, die Teamarbeit, Sozialarbeiter und Vertrauenslehrer, die immer für uns da sind und die sich auch mit den Elternvertretern für die Schule engagieren. Außerdem lernen wir viel für das spätere Berufsleben.

Frau Komoll: Der Zusammenhalt im Kollegium und mit den Sozialarbeitern, das Engagement der Lehrer. Sie sind für alle Schüler immer ansprechbar und setzen sich für alle ein, das breite Angebot für jede Art von Schülern, egal ob lernbehindert, Flüchtling oder ganz „normaler“ Schüler. Schülerfirmen sind wichtig, um sich ein Bild vom Beruf zu machen. 

Kerstin Miemel: Welche Effekte erhoffen Sie sich mit dieser Auszeichnung?

Frau Rimpau: Ich wünsche mir, dass diese Auszeichnung in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und die Eltern auch bei der Wahl einer Oberschule unterstützt. Für die Region Reinickendorf - Ost ist diese Auszeichnung wichtig. Zeigt sie doch, dass mit verbindlicher und gut vernetzter Arbeit im Bezirk vielen Jugendlichen eine Chance für die Zukunft angebahnt werden kann. Das funktioniert aber auch nur, wenn bestimmte Parameter erhalten werden. Die enge Bindung zu unseren Schülerinnen und Schülern, die kurzen Wege für Informationen zwischen den Kolleginnen und Kollegen und die Chance einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Fachdiensten sind dafür Voraussetzung, und ein Wachstum der Schule sollte diese Dinge nicht in den Hintergrund drängen.

Jenny, Miriam und Patrick: Wir erhoffen uns ein besseres Ansehen und dass manche nicht mehr so schlecht über unsere Schule reden, dass unsere Schule eben eine „Starke Schule“ bleibt.

Frau Komoll: Ich erhoffe mir durch diesen Preis eine Aufwertung des Schulprofils. Außerdem wünsche ich mir, dass mehr Familien auf unsere Schule aufmerksam werden und wir dadurch mehr Anmeldungen an unsere Schule erreichen.

Bildnachweis: Gemeinnützige Hertie-Stiftung/dominik buschardt fotografie